Hinter jeder Zahl steckt ein Mensch. Das bin ich.
Ich bin Josef Obergantschnig. Seit 1998 lebe ich mit und von den Finanzmärkten.
Als Wertpapierhändler, Fondsmanager, zehn Jahre als CIO und heute als Unternehmer, Sachverständiger und Autor. Mein Ziel ist einfach formuliert und schwer umgesetzt: Börse für möglichst viele Menschen zugänglich machen.
In Zahlen
- seit 1998 an den Finanzmärkten
- 10 Jahre CIO, Fondsvolumen von 1,7 auf 5,7 Mrd. Euro
- seit 2010 gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
- 7 Bücher, über 400 Kolumnen
- 150 Folgen „ABC Audio Business Chart“

Mein Weg
Murau. Ich bin als ältester Sohn einer Unternehmerfamilie aufgewachsen.
Mein Vater führte das Familienunternehmen in dritter Generation, und gedacht wurde dort in Generationen. Verantwortung übernehmen, nach Rückschlägen aufstehen, ein vernünftiges Maß an Risiko tragen: Das habe ich zu Hause gelernt, lange bevor ich wusste, dass es dafür Fachbegriffe gibt.
Klagenfurt
Mit 14 kam ich an die Handelsakademie. Ich war der einzige Steirer und der einzige Internatsschüler der Klasse, im Internat der einzige HAK-Schüler meines Jahrgangs. Ein paar Wochen Außenseiter, dann war ich angekommen. Seither weiß ich: Gegenwind ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Mit 18 habe ich Kerstin kennengelernt. Sie ist bis heute die Frau an meiner Seite.
Der Umweg
Nach Matura und Bundesheer wollte ich vor allem eines: mit Kerstin zusammenziehen. Also wurde ich Buchhalter bei einem Steuerberater. Der Job war mir zu trocken, aber er hat mir etwas fürs Leben beigebracht. Jede Stunde musste einem Kunden verrechenbar sein. Wer am Abend vier von acht Stunden vorweisen konnte, hatte ein Problem. Fokus habe ich dort gelernt, und er ist geblieben.
1998
Die Hypo Kärnten, die spätere Hypo Alpe-Adria, gab mir die Chance als Wertpapierhändler. Am ersten Tag hat mich die Börse gepackt und seither nicht mehr losgelassen. Ich bin ein Kind der Internet-Blase: Mit den Kursen stieg mein Selbstvertrauen, im Jahr 2000 fiel beides. Damals habe ich gelernt, Glück nicht mit Können zu verwechseln. Die größten Fehler passieren in guten Zeiten.
Vom ersten Vortrag zum Unternehmer
Mein erster Vortrag war ein Desaster.
Ein Tagesworkshop in der Bankenausbildung, vorbereitet am Vorabend ab 19 Uhr. Nach wenigen Sätzen hatte ich den Faden verloren, nach ein paar Minuten hat mich mein Kollege erlöst. Am Abend war klar: Entweder trete ich nie wieder auf, oder ich mache es professionell. Ich habe mich für das Zweite entschieden.
Graz
2008 wechselte ich zur Security KAG und übernahm das Aktienfondsmanagement. Neun Monate später ging Lehman Brothers pleite. 2010 wurde ich CIO und blieb es zehn Jahre lang, ab 2013 auch als Prokurist. In dieser Zeit wuchs das Fondsvolumen von 1,7 auf 5,7 Mrd. Euro. Ich habe Investmentstrategien für Banken, Versicherungen und Pensionskassen entwickelt und das Fondsmanagement vor Anlageausschüssen, auf Podien und auf Bühnen vertreten.
Unternehmer
Schon 2011 und 2013 habe ich meine ersten Unternehmen gegründet, 2020 bin ich ganz auf diese Seite gewechselt. Heute bringe ich drei Dinge zusammen, die selten in einer Person stecken: die Erfahrung von der institutionellen Seite, den Blick des Unternehmers und die Lust, beides verständlich zu erzählen.

Mein Wertekorsett
Vor Jahren habe ich meine Grundsätze aufgeschrieben. Es waren 25. Diese zehn sind geblieben.
- Fleiß schlägt Talent. Nicht immer sofort, aber auf lange Sicht fast immer.
- Langfristig vor kurzfristig. Wer den schnellen Erfolg über das Überleben stellt, verliert beides.
- Vertrauen ist der wichtigste Wert. Privat wie im Geschäft.
- Ein Mann, ein Wort. Keine leeren Versprechungen.
- Überschätze dich nicht, wenn es gut läuft. Rückenwind ist kein Können.
- Messbarkeit sorgt für Klarheit. Was ich nicht messen kann, kann ich schwer verbessern.
- Wer Großes vorhat, wird am Anfang belächelt. Das ist kein Zeichen, aufzuhören.
- Nach Niederlagen schnell wieder aufstehen. Liegenbleiben kostet mehr als Hinfallen.
- Ärgere dich nicht über Dinge, die du nicht ändern kannst. Das ist Ressourcenverschwendung.
- 29.200 Tage. So lange dauert ein Leben im Schnitt. Zu kurz, um auch nur einen davon zu verschenken.
Was ich heute mache
Vier Dinge, ein roter Faden: Börse verständlich machen.
Ich prüfe. Bei Consulting und Gutachten schaue ich mir die Veranlagung von Institutionen an: Portfolio-Check, Gutachten, Strategie und Begleitung. Seit 2010 als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger.
Ich erzähle. In Keynotes und Workshops mache ich aus Zahlen Geschichten, auf der Bühne, im Seminarraum oder live aus meinem Studio.
Ich begleite. Mit Börse kannst auch du zeige ich Unternehmerinnen und Unternehmern, wie sie ihr Vermögen aufbauen, selbst steuern und sich die Freiheit zurückholen, für die sie angetreten sind.
Ich forsche. In 30 aus 30 schaue ich mir an, wie die großen Staatsfonds und Stiftungen investieren, von Norwegen bis Harvard.
Und weil ich das Erklären liebe, stehe ich auch im Hörsaal: an der FH JOANNEUM und am CAMPUS 02, früher auch an der Universität Graz. Jeden Samstag erscheint meine Kolumne.
10 Dinge, die nicht in meinem Lebenslauf stehen
- Meine Karriere als Skispringer endete mit 11 Jahren wegen eines Knorpelschadens. Sehr erfolgversprechend war sie ehrlich gesagt auch davor nicht.
- 1998 habe ich Amazon-Aktien gekauft, weil ein junger Verrückter aus seiner Garage den Buchmarkt umkrempeln wollte. Ich habe nach einem schnellen Plus verkauft. Die Lehre: Einmal draußen, kommt man schwer wieder rein.
- Seit 2015 berechne ich meinen eigenen Lebensindex. Einmal im Jahr bewerte ich jeden wichtigen Lebensbereich mit Zahlen.
- Wenn mir jemand sagt „Das geht nicht“, ist das für mich die beste Motivation. Meine Mutter sagt, ich war als Kind stur. Viel geändert hat sich nicht.
- Am Esstisch in unserer Wohnküche arbeite ich mit Kopfhörern und lauter klassischer Musik. Eines meiner Lieblingslieder ist trotzdem „Highway to Hell“.
- Schlager und Volksmusik halte ich nicht aus.
- Fast 20 Jahre lang gehörten unsere Katzen Nero und Ayla zur Familie. Sie fehlen uns.
- Zum Abschalten brauche ich Stille: ein paar Tage auf einer Almhütte oder in einem Kloster.
- Seit einem Italienurlaub als Teenager sind Meeresfrüchte für mich ein No-Go.
- Ich schaue kaum fern. Wenn doch, schlafe ich davor ein, sehr zum Leidwesen von Kerstin.
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Ausbildung
Für alle, die es genau wissen wollen.
Doktorat
Dissertation „Steuerungsinstrumentarien für KMU und EPU“, Doktor der Wissenschaften für internationales Management, Europäische Universität Belgrad, 2011. Berufsbegleitend geschrieben, als Head of Equities. Im empirischen Teil geht es um die Frage, welche Kennzahlen den Erfolg börsennotierter Unternehmen früh anzeigen. Daraus entstand ein Steuerungsmodell für kleine und mittlere Unternehmen.
Buch zur Dissertation
„Strategie - Management - Erfolg. Ökonomische Aspekte für österreichische Unternehmen“, 2011
Weitere Abschlüsse
MBA · CEFA und CIIA · EFFAS Certified ESG Analyst · Lehrgang Konfliktmanagement und Mediation in Organisationen
Gremien und Mandate
Wo ich Verantwortung trage.
Ärztekammer Steiermark, Wohlfahrtsfonds
Risikomanager, seit Juli 2025
- Risikosteuerung und strategische Asset-Allokation
- Aufbau und Steuerung eines Multi-Manager-Mandats
- Mitglied des Anlageausschusses
- Betreuung und laufende Beurteilung der externen Manager
- Berichterstattung an den Verwaltungsausschuss
- Laufende Zusammenarbeit mit dem Finanzmanagement
Diözese Graz-Seckau
Mitglied des Veranlagungsausschusses, seit 2025
VÖNIX-Beirat
Mitglied, 2015 bis 2025
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
seit 2010, für Börsenwesen und Bankwesen · Wertpapiergeschäfte, Fondsgeschäfte inkl. Beratung und Abwicklung · Vermögensberatung · Unternehmensberatung
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Blog
Ein Blick hinter die Kulissen: unterwegs auf Bühnen, beim Forschen und Schreiben, und was mich dabei bewegt.
Vier Tage, sechs Städte, viele Espressi
Unterwegs mit e-fundresearch und internationalen Investmenthäusern, quer durch Österreich.
Keynote im Kinosaal
Jeden September wird für mich der Kinosaal zur Bühne. Wien, Graz, Linz, Salzburg.
Warum ich 30 Investmentstrategien untersuche
Wie veranlagen die erfolgreichsten Investoren der Welt? Eine Frage, die mich seit 1998 begleitet.