Hier wird die Zukunft gehandelt

von Josef Obergantschnig

Im „Logbuch eines Börsianers“ im PRIMUS der Kleinen Zeitung zieht Dr. Josef Obergantschnig Zwischenbilanz eines Jahres, das an der Börse besser gelaufen ist, als die Schlagzeilen vermuten ließen. Ein Liter Diesel kostete rund um den Jahreswechsel im österreichischen Durchschnitt 1,47 Euro, Mitte Oktober waren es 2,15 Euro. Die Inflation liegt mit 3,6 % deutlich über dem Zielwert der EZB. Trotzdem haben EZB und US-Notenbank die Zinsen angehoben, und das bei einem US-Schuldenberg, der im Sommer erstmals 40 Billionen Dollar überschritten hat.

Unterm Strich ist 2026 bisher ein positives Börsenjahr, getragen vor allem von Technologie- und KI-Unternehmen. Gold notiert auf Dollarbasis rund ein Viertel unter seinem Höchststand, der Wiener ATX zählt zu den Besten und hat den DAX klar hinter sich gelassen.

Die Gewinner kennt man meist erst im Nachhinein. Ein breit gestreutes Portfolio musste sie nicht kennen, es hatte sie automatisch dabei. 2027 wird anders, als wir heute erwarten. Für Obergantschnig ist das kein Grund, nicht investiert zu bleiben: breit streuen und das eigene Risiko im Griff haben.

Erschienen in: Kleine Zeitung, PRIMUS, 25.10.2026, Seite 10 · zum Logbuch eines Börsianers

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